Die besten Marathon-Laufschuhe 2019

Marathon-Laufschuhe im Test und Vergleich

Die besten Marathon-Laufschuhe und Wettkampf-Laufschuhe 2019

Du möchtest deinen allerersten Marathon oder Halbmarathon laufen? Oder hast Du bereits einige Wettkampfläufe hinter dir und möchtest dich nun auf der Suche nach einem neuen Laufschuh inspirieren lassen… Wie dem auch sei, dieser Beitrag behandelt gute Marathon-Laufschuhe und zeigt auf, worum es bei einem guten Wettkampf-Laufschuh geht.

Ich habe in den letzten zwei Jahren über 40 Paar Laufschuhe getestet und möchte in diesem Beitrag verstärkt auf gute Laufschuhe eingehen, die sich durch ihre Eigenschaften primär für den Marathon und/ oder Halbmarathon eignen.

Meine Schuh-Empfehlungen findest Du im unteren Teil dieses Artikels. Der folgende Button bringt dich direkt zu ihnen. Allerdings empfehle ich dir die folgenden, kurzen Absätze zu lesen, da Du hier lernen kannst, worauf es bei einem hochwertigen Laufschuh ankommt und wie Du in Zukunft (selbstständig) besser einschätzen kannst, ob ein Laufschuh sich für dich eignet, oder ob Du diesen am besten schnell wieder vergessen solltest. Außerdem zeige ich dir auf, worauf es speziell bei einem guten Wettkampf-Laufschuh ankommt.

Gute Marathon-Laufschuhe – Was müssen sie mitbringen?

Wettkampf-Laufschuhe bringen einige Features mit sich. Angefangen beim Obermaterial, über die Zwischensohle bis hin zur Fersenkappe muss der Laufschuh hier einige Besonderheiten mitbringen und dem Läufer so Qualität bieten.

Ein minderwertiger Laufschuh oder ein nagelneues, nicht eingelaufenes Modell, welches dich bei eine Marathon-Distanz von 42,195 Kilometer begleitet, wird dich des Spaßes berauben und im schlimmsten Fall sogar Verletzungen fördern, statt sie einzudämmen.

Marathon-Laufschuhe von Nike
Solche Laufschuhe empfehlen sich eher für den Freizeitlauf, statt für einen Wettkampf oder gar einen Marathon – Dazu später mehr.

Über den Eigenschaften des Laufschuhs, auf die ich gleich genauer eingehen werde, steht jedoch die Individualität des Läufers – Also Du, dein Körper und deine Lauferfahrung.

Es liegt nahe, dass ein erfahrener Athlet einen völlig anderen Laufschuh benötigt, als ein Beginner oder jemand, der einen (Halb-) Marathon zum allerersten Mal läuft. Dennoch möchte ich diesen Beitrag so gestalten, dass sowohl erfahrene Läufer, wie auch Neulinge hier einige inspirierende Einblicke und Ideen erhalten. Auch der Bereich um die Schuh-Empfehlungen weiter unten ist dementsprechend angepasst.

Deine Individualität spielt eine sehr wichtige Rolle

Der eigene Körper, das Körpergewicht, das Alter, die Lauferfahrung und die Verletzungshistorie, sowie die Fuß-Form (also eventuelle Fußfehlstellungen) spielen auch bei der Wahl des richtigen Marathon-Laufschuhs eine entscheidende Rolle. Da wir hier von einer Distanz von knapp 42,2 Kilometern sprechen und selbst die erfahrensten Athleten diese nur sehr selten im Training absolvieren (meistens werden Bruchteile der Wettkampfdistanz absolviert), wird der Körper hier besonders hohen Belastungen ausgesetzt.

Beim Marathon oder anderen Wettkampfläufen schwellen die Füße an und das Fußgewölbe sinkt ab
Die hohen Belastungen während eines Wettkampflaufes können mithilfe der richtigen Laufschuhe minimiert und kontrolliert angegangen werden

Es ist normal, dass die Füße bei so einer Distanz anschwellen, das Fußgewölbe absinkt und das Schuhinnere vollgeschwitzt wird. Diese Aspekte müssen berücksichtigt werden, denn ein Laufschuh, der sich mit Flüssigkeit vollsaugt, wird nicht nur schwerer und somit absolut unangenehm zu laufen, sondern fördert auch Blasenbildungen. Hier kann einheitlich gewebtes Material ohne Innennähte helfen. Dazu gleich jedoch mehr.

Die eigenen Ziele und der eigene Körper

Vor dem Kauf eines Marathon-Laufschuhs solltest Du dir bewusst machen, welche Ziele Du befolgst. Möchtest Du deinen ersten Marathon-Lauf einfach erfolgreich überstehen und die Zeit dabei nicht in den Vordergrund rücken lassen, so wirst Du andere Laufschuhe benötigen, als jemand, der bereits seinen 10. Wettkampf-Lauf bestreitet und dabei unter die besten 10 kommen möchte. Hier bedarf es also einer realistischen Einschätzung, denn je nach Ziel entscheidet sich hier, ob Du einen möglichst leichten Laufschuh kaufen solltest, der dir in der Sohle ein Höchstmaß an Flexibilität bieten wird, oder ob Du eher zu einem gut dämpfenden Wettkampfschuh greifen solltest, der wiederum atmungsaktiv erscheint und deine Aufprallkräfte selbst nach 40 Kilometern noch gut und verlässlich dämpfen wird.

Gute Wettkampflaufschuhe müssen nach der Klärung der eigenen Ziele gekauft werden
Die eigenen Ziele stehen vor dem Laufschuhkauf – Mache dir bewusst, was DU beim folgenden Wettkampf primär erreichen möchtest

Der Untergrund des Wettkampfs spielt eine wichtige Rolle

Wie bei Trainingseinheiten, spielt der Lauf-Untergrund auch beim Wettkampf eine sehr wichtige Rolle. Du solltest dir vorher Gedanken machen auf was für einem Boden Du laufen wirst. Harter Asphaltboden benötigt immer ein anderes Schuhwerk, als etwas weicherer Wald- und Parkboden. Findet der Halbmarathon beispielsweise auf der Tartanbahn statt, so wird meine Schuh-Empfehlung ebenfalls völlig anders ausfallen, da wir hier plötzlich vom weichsten aller Untergründe sprechen und Du hier definitiv weniger Dämpfung benötigst, als auf dem härtesten aller Untergründe, dem Asphalt.

Der Untergrund spielt auch beim Wettkampf eine wichtige Rolle
Je nachdem auf welchem Untergrund gelaufen wird, empfehlen sich völlig andere Laufschuhe – Mache dir also bewusst, auf welchem Untergrund dein nächster Wettkampf stattfindet.

Die Eigenschaften eines guten Wettkampf-Laufschuhs

Nachdem Du dir nun hoffentlich einige Gedanken zu deinem eigenen Körper und deinen persönlichen Zielen gemacht hast, geht es nun um den Laufschuh selbst. Die Füße bekommen mithilfe des richtigen Laufschuhs eine Art der Unterstützung, die besonders bei so hohen Distanzen wie einem Marathon-Lauf sehr wichtig ist.

In erster Linie möchte ich hier betonen, dass Du beim Wettkampf niemals Laufschuhe tragen solltest, die Du am Tag des Wettkampfs zum ersten Mal tragen möchtest. Dies ist fatal, denn wenn die Schuhe noch nicht eingelaufen sind, möglicherweise nach den ersten 2 Kilometern anfangen zu drücken, dann wirst Du auf den folgenden 40 Kilometern definitiv keinen Spaß mehr haben.

Die Wettkampflaufschuhe und Marathonlaufschuhe sollten immer eingelaufen werden, bevor der Wettkampf stattfindet
Deine Füße sollten die Laufschuhe bereits kennen. Das Einlaufen der Schuhe verhindert Blasenbildungen und starke Reibungen, die dir beim Wettkampf den ganzen Spaß rauben können.

Hier gilt der grobe Richtwert von mindestens 100 Kilometern, in denen Du deine Wettkampfschuhe eingelaufen haben solltest. Die Füße müssen (!) die Schuhe kennen und sich in ihnen wohlfühlen. Alles andere kommt bei einem Wettkampf nicht in Frage. Da ist es ganz egal, wie hochwertig der Laufschuh ausfallen mag.

Kommen wir nun zu einigen Eigenschaften eines hochwertigen Laufschuhs. Alle Kriterien beziehe ich hierbei natürlich auf einen Wettkampflauf, im speziellen auf Marathon- und Halbmarathon-Läufe.

Die Dämpfung

Die Dämpfung bildet das Herzstück eines Laufschuhs. Je nach Dämpfungsgrad unterscheiden sich hierbei ganze „Laufschuh-Kategorien“. Neutrale Laufschuhe beispielsweise bringen immer ein gutes Maß an Dämpfung mit sich, während Natural Running Laufschuhe eher mit einem Mindestmaß an Dämpfung versehen werden, dafür jedoch wesentlich flexibler und torsionsfähiger erscheinen (Du kannst sie quasi in alle Richtungen verbiegen, dadurch bekommen die Füße wesentlich mehr „Bewegungsfreiheit“ auf Kosten der Dämpfung eben…).

Beim Marathon-Laufschuh ist der Grad der Dämpfung sehr stark abhängig vom Läufer. Über allem steht, wie wohl DU dich in einem gut dämpfenden oder eher minimal dämpfenden Laufschuh fühst. Auch wichtig ist hierbei, dass Du einschätzen kannst, wie sich dieser Wunsch nach Dämpfung auch über die Distanz von 20 – 40 Kilometern entwickelt.

Die Dämpfung spielt auch bei Marathonlaufschuhen eine wichtige Rolle
Die Dämpfung (hier weißer Bereich in der Zwischensohle) spielt auch bei Wettkampflaufschuhen eine wichtige Rolle.

Ich kann aus Erfahrung sagen, dass ich bis zur 20-Kilometer-Grenze sehr gerne leichte Laufschuhe nutze, die nur ein geringes Maß an Dämpfung mitbringen. Bei einer Distanz von 20 – 40 Kilometern ermüden meine Füße allerdings immer so sehr, dass ich ab der 30-Kilometer-Marke Schmerzen verspüre, wenn ich weiterhin in minimal dämpfenden Laufschuhen laufen würde.

Anfängern und Läufern, bei denen die persönliche Bestmarke oder gar der Gewinn eines Marathons nicht im Vordergrund stehen, empfehle ich daher eher den Griff zu einem hochwertigen Neutral-Laufschuh. Die Dämpfung und die gesamte Aufmachung solcher Modelle werden dich auch bei Distanzen jenseits der 40-Kilometer-Marke verlässlich unterstützen. Eins dieser Modelle stelle ich dir im unteren Teil dieses Artikels vor.

Erfahrene und/ oder ambitionierte Läufer, die (persönliche) Bestzeiten verfolgen, sollten im Bereich der Dämpfung eher auf Laufschuh-Modell zugreifen, die zwar ein wenig was an Dämpfung mitbringen, dabei jedoch leichte Materialien verwenden. Durch das reduzierte Gewicht des Laufschuhs wirst Du ebenfalls Zeit gewinnen – Ich orientiere mich hier an einem Laufschuhgewicht von 150 – maximal 220 Gramm. Ein Modell aus dieser Sparte stelle ich im unteren Teil des Beitrags vor.

Die Fersenkappe

Die Fersenkappe spielt bei Marathon-Laufschuhen eine sehr wichtige Rolle. Du kannst trotz bester Vorbereitung nicht immer einschätzen, wo der Untergrund möglicherweise aufgrund der Strecken-Verpflegung nasser und rutschiger sein wird. Hier kann eine festsitzende Fersenkappe zusätzliche Stabilität und guten Halt bieten.

Eine feste Fersenkappe minimiert in Wettkämpfen die Verletzungen
Eine feste und stabile Fersenkappe ist besonders beim Wettkampf das A und O! Hier sehen wir eine abgerundete, innen verstärkte Fersenkappe.

Generell nutze ich die Fersenkappe eines Laufschuhs sehr gerne um zu testen, wie hochwertig ein Modell ist. Viele sportliche Freizeitschuhe, die Laufschuhen sehr ähnlich sehen, kommen mit wesentlich lascheren Fersenkappen daher. Bei hohem Tempo und möglicher Rutschgefahr, möchtest Du niemals in einem Modell laufen, welches dir im Bereich des Fersenbeins keine Stabilität bietet. Hier steigt deine Verletzungsgefahr unnötig an – Mit Hilfe einer guten Fersenkappe kannst Du hingegen auch Kurven in hohem Tempo ablaufen und hast insgesamt ein sehr angenehmes und sicheres Laufgefühl in den Schuhen. Ganz gleich, ob es sich dabei um einen Wettkampf- oder einen Freizeitlauf handelt.

Das Obermaterial

Zum Obermaterial habe ich bereits einige Worte verloren. Besonders im Hinblick auf einen Marathon oder einen Halbmarathon ist es wichtig, dass Du hier einen Laufschuh wählst, der mit einem hochwertigen Obermaterial ausgestattet ist. Anders als beim Training oder gemütlichen Freizeitlauf, wirst Du beim Wettkampf wesentlich stärker schwitzen und auch die Füße werden sich erhitzen und ausdehnen. Dies ist ganz normal und sollte dementsprechend berücksichtigt werden.

Ich persönliche habe bei meinem ersten Marathon-Lauf den Fehler gemacht einen Neutral-Laufschuh zu nehmen, dessen Dämpfung zwar sehr angenehm war, jedoch hat mir das Innenmaterial des Schuhs Blasen und Schürfwunden beschert, da ich mir über die Hitze und den Fußschweiß überhaupt keine Gedanken gemacht habe. Die Atmungsaktivität steht beim Marathon-Laufschuh also ganz oben. Auch zu diesem Aspekt werde ich dir bei meinen Laufschuh-Empfehlungen einige Hinweise und Kommentare hinterlassen.

Das Obermaterial in einem Halbmarathonschuh ist sehr wichtig. Es sollte atmungsaktiv sein und den Fußschweiß abtransportieren
Das Obermaterial eines Wettkampf-Laufschuhs sollte atmungsaktiv sein und dem Fußrücken zusätzlichen Halt geben. Hier sehen wir ein doppelschichtiges Obermaterial.

Neben der Atmungsaktivität spielt jedoch auch die Stabilität und der feste Halt, den das Obermaterial auf den Fuß auswirkt, eine wichtige Rolle. In Kombination mit einer festsitzenden Fersenkappe kannst Du hier das Maximum an Kontrolle herausholen und dabei für ein sehr angenehmes Laufgefühl sorgen.

Je nachdem wo Du deinen Marathon absolvierst, kann eine wasserdichte Membran auf dem Außenmaterial ebenfalls Sinn ergeben. Ich persönlich mag wasserdichte Laufschuhe nicht allzu gerne, da sie durch die zusätzliche Gore-Tex-Membran auch immer etwas an Flexibilität und Leichtigkeit einbüßen, doch wenn der Marathon über teilweise nassen Untergrund führt, dann kann die zusätzliche Schutzschicht ebenfalls vorteilhaft sein. In diesem Beitrag werde ich jedoch nicht auf wasserdichte Laufschuhe eingehen, da ich hier den Fokus auf leichte, sowie neutrale Wettkampfschuhe lege.

Die Sohle des Wettkampf-Laufschuhs

Auch der Sohle möchte ich kurz einige Worte widmen, da diese sich von Laufschuh zu Laufschuh sehr stark unterscheidet. Leichte Wettkampflaufschuhe kommen häufig mit einer griffigen Sohle daher, die jedoch den Fokus auf den Vorfußbereich legt. Diese Laufschuhe sind im Vorderfußbereich wesentlich griffiger, da sie so gestaltet sind, dass der Läufer in einem hohen Tempo läuft und somit dazu neigt im Vorderfuß-Laufstil zu laufen. Dementsprechend sparen sich die Hersteller die zusätzlichen Materialien im Rückfußbereich und können so das minimale Gewicht von 150 – 220 Gramm erreichen.

Im Bereich der Sohlen werde ich dir ebenfalls einige Optionen vorstellen, da Neutrale Laufschuhe nicht mit solchen „auf den Vorfuß fokussierten“ Außensohlen ausgestattet werden und Du als Neuling somit auch eine Außensohle bekommen kannst, die auch im Rückfußbereich sehr griffig ist und dir bei gemächlichem Tempo einen mindestens genauso festen Halt bietet wie bei schnellen Intervallen, bei denen Du mit dem Vorderfuß auftrittst.

Die besten Laufschuhe für einen Marathon und einen Halbmarathon (2019)

Im Folgenden stelle ich dir nun einige Laufschuhe vor, die ich selbst getestet habe und die sich durch ihre Eigenschaften vor allem als Wettkampflaufschuhe für einen Marathon oder einen Halbmarathon eignen.

Gute Marathon-Laufschuhe im Test
Ich teste gerne Laufschuhe. Der Markt bietet jedes Jahr zahlreiche neue Modelle. Auch im Bereich der Wettkampflaufschuhe finden sich daher stets neue, interessante Modelle.

In den Absätzen zuvor habe ich dir aufgezeigt, wie wichtig dein persönlicher Körpertyp, deine selbstgesteckten Ziele und deine Lauferfahrung sind. Auch die Merkmale eines hochwertigen (Wettkampf-) Laufschuhs habe ich besprochen, sodass Du besser einschätzen kannst, ob ein Laufschuh sich für dich eignet oder nicht.

Nun komme ich zu einigen Modell-Empfehlungen, sowohl für Herren- als auch für Damen. Wie gewohnt hinterlasse ich dir dabei zu jedem Modell einige aktuelle Bestpreise und (falls aktuell vorhanden) Angebote. Dank meiner Partnerschaft mit den großen Herstellern und Online Shops kann ich dir hier stets aktuelle Angebote bieten. Die Preise aktualisieren sich dabei automatisch, da ich die Daten direkt vom Anbieter beziehe.

Brooks Hyperion

Einer der leichtesten Laufschuhe, die ich in der Vergangenheit testen durfte und die mir dabei vor allem durch das Laufgefühl und den guten Sitz am Fuß sehr gefallen haben.

Das Hyperion-Modell von Brooks stellt einen klassischen Wettkampfschuh dar und wiegt unter 200 Gramm.

Ich habe dieses Modell mittlerweile auf über 150 Kilometern getestet und laufe auch heute abseits von Wettkämpfen ab und an sehr gerne in ihnen – Vor allem wenn es darum geht die eigene Bestzeit anzugehen und sich ein wenig herauszufordern.

Das Laufgefühl fällt hier definitiv in den Bereich der Minimal-Laufschuhe, da die Dämpfung gering gehalten wird und der Fokus auf Tempo, starkem Antrieb und gutem Grip liegt.

Besonders gefällt mir hier trotz des unglaublich niedrigen Gewichts, dass die Fersenkappe Stabilität bietet und die Außensohle sehr flexibel gestaltet ist. Auch der Grip im Vorderfußbereich durch die sogenannten Propulsion Pods ist ein Highlight.

Wem ist der Brooks Hyperion zu empfehlen? Ich denke, dass sich vor allem ambitionierte Sportler und erfahrene Wettkampf-Läufer an diesem Modell erfreuen werden. Kaum Gewicht, absolut angenehm am Fuß und dazu guter Grip plus ein angenehmes Schuhklima durch das atmungsaktive Obermaterial. Sehr gute Kombination!

Nike Zoom Fly

Hier ebenfalls ein Lightweight-Laufschuh, der jedoch ein wenig mehr wiegt als der Brooks Hyperion und der in einem völlig anderen Form daherkommt.

Der Nike Zoom Fly hat die Besonderheit, dass er sowohl im Fersenbereich, als auch vorne im Vorderfußbereich abgerundet ist. Hierdurch möchte Nike dem Läufer quasi schon ein wenig die Abrollbewegung vorgeben, wodurch Du in diesen Schuhen gefühlt zum Laufen „gezwungen“ wirst.

Im Nike Zoom Fly ist der abgerundete Bereich im Fersenbein (also hinten) nochmals spitzer als in anderen Nike Laufschuhen, die auf diese Technologie zurückgreifen. Was es damit auf sich hat, kann ich nicht wirklich sagen. Beim Test sind mir jedoch einige andere Besonderheiten aufgefallen, die unter anderem dazu führen, dass ich diesen Schuh genau im Bereich der „Marathon-Laufschuhe“ empfehle.

Zum einen ist die Außensohle sehr hochwertig gestaltet und im Vorderfußbereich sogar karbonverstärkt. Das ist für mich selbst nach über 40 Tests eine Seltenheit, die sich beim Laufen (insbesondere auf Asphalt) sehr gut und griffig angefühlt hat. Neben dem guten Grip bietet sie eine hohe Torsionsfähigkeit und Flexibilität. Die Füße bekommen hier also ebenfalls ein großes Maß an „Freiheit“.

Das Obermaterial ist atmungsaktiv und sitzt fest am Fußrücken – Wie bereits im oberen Teil des Artikels erwähnt, ist dies wichtig, da wir vor allem beim Marathon auf einer Distanz von 42 Kilometern die zusätzliche Stabilität seitens des Laufschuhs benötigen.

Wer sollte sich den Nike Zoom Fly kaufen? Durch seine dynamische Aufmachung setzt auch dieser Laufschuh seinen Fokus auf das Tempo. Verglichen mit dem Brooks Hyperion ist er aber etwas „fühlbarer“ am Fuß und auch die Dämpfung kommt hier wesentlich stärker zur Geltung. Aus diesem Grund empfehle ich diesen Schuh Menschen, die zwar zügig laufen möchten, dabei jedoch gerne mehr Dämpfung unter den Füßen haben möchten. Anfänger, die keine Fußfehlstellungen haben, können vom Nike Zoom Fly genauso profitieren wie erfahrene Läufer.

Brooks Launch

Dieser Laufschuh ist eine interessante Kombination aus Wettkampfschuh und neutralem Laufschuh mit ordentlicher Dämpfung. Aus diesem Grund wiegt der Brooks Launch auch nicht so viel wie andere Bestseller von Brooks, bringt jedoch etwas mehr Gewicht mit als der unglaublich leichte Brooks Hyperion, den ich weiter oben empfohlen habe.

Der Launch verfügt über eine angenehme, sehr flexible Außensohle, die besonders im Vorderfußbereich heraussticht. Durch die Flexkerben bekommst Du hier ein sehr kontrolliertes und flexibles Abrollgefühl und kannst bei Bedarf auch vom Rückfußlaufstil in den Vorderfußlaufstil wechseln. Dies kann zur Abwechslung gut tun und die hohe Belastung, die beim Marathonlauf entsteht, ein wenig verteilen.

Die Fersenkappe sitzt auch in diesem Modell sehr fest, das Obermaterial ist atmungsaktiv und bietet dem Fußrücken den Halt, den dieser beim Laufen benötigt.

Im Übrigen gehört der Brooks Launch zur Brooks-Kategorie „Energize“, was ihn zu einem energierückführenden Laufschuh macht. Dieser verstärkte Antrieb entsteht vor allem durch die Zwischensohle und die darin verbaute DNA-Dämpfung.

Wer sollte sich den Brooks Launch kaufen? Das Launch-Modell empfehle ich Menschen, die beim Marathon oder anderen Wettkämpfen auf Komfort setzen möchten und dabei auf eine sehr fortschrittliche Dämpfungstechnologie zurückgreifen möchten. Durch den Antrieb läuft er sich sehr angenehm, wobei die Füße hier festen Halt und somit auch ein gutes Maß an Kontrolle bekommen.