Mein Testreview des Hoka Clifton 9

In diesem Beitrag möchte ich über meine Erfahrung im Clifton 9 sprechen. Ich habe auch den Vorgänger, Clifton 8, intensiv genutzt und über hunderte Kilometer am Fuß getragen. In diesem Artikel werden somit auch Vergleiche zwischen beiden Ausgaben zu finden sein. Zudem macht es Sinn den Clifton 9 mit seiner Konkurrenz wie beispielsweise dem Asics Gel Nimbus 25 zu vergleichen. Beide fallen in die Kategorie der gut dämpfenden Neutral-Laufschuhe. Dazu gleich mehr. Ich starte mit einer Tabelle, in der alle Fakten einmal übersichtlich dargestellt sind.

Kategorie Daten
Gewichtca. 250 Gramm (Herren) / Ca. 205 Gramm (Damen) (= Leichtgewicht! Dazu im Text mehr)
Sprengung 5 mm
Kategorie Neutral-Laufschuh mit weicher Dämpfung
PopularitätSehr beliebtes Modell, die Ausgabe kommt ebenfalls gut an
Dämpfung9/10 – besonders, wenn es um weiche Landung geht. Vorantrieb könnte aber besser sein. Dazu im Text mehr.
Ziel des Modells Definitiv das Abfedern der Aufprallkräfte, ideal für lange Läufe, zudem besonders leicht am Fuß. Großer Vorteil!

Meine Erfahrung mit der Clifton-Reihe

Hoka One One erschafft Laufschuhe, die etwas anders sind, als bei allen anderen Anbietern. Sie waren die ersten, die eine deutlich breitere Sohle wählten und wodurch die eigenen Schuhe immer etwas klobig aussahen. Mittlerweile sind wir Läufer damit vertraut, doch zu Beginn war dies für alle etwas völlig Neues. Der Knackpunkt war immer, dass diese klobigen Schuhe dennoch überdurchschnittlich leichtgewichtig waren. So auch der Clifton 9 mit seinen 200 – 250 Gramm. Der Nimbus 25, der sich gut mit dem Clifton vergleichen lässt, wiegt um die 50 Gramm mehr, was deutlich spürbar ist. Generell wiegen weiche Dämpfer fast immer im Bereich der 280 Gramm, sodass die 200 Gramm für die Damen und die 250 Gramm für die Herren hier eine Besonderheit darstellen. Hier also der erste Pluspunkt, den der Clifton 9 von mir bekommt. Nun aber zum Laufgefühl einige Worte.

Der Clifton 9 im Test

Der 9er ist tatsächlich völlig anders als der Clifton 8, sein Vorgänger. Ich habe in anderen Reviews gesehen, dass der 8er teilweise weicher gewesen sein soll aber ich sehe das nicht so – der Clifton 8 ist deutlich direkter gewesen, der 9er wirkt weicher, fluffiger und insgesamt nochmal ein wenig klobiger. Dennoch ist er leichter! Dadurch entsteht ein völlig anderes Laufgefühl.

Beide Modelle gefallen mir sehr, ich laufe weiterhin oft im 8er und ich laufe mindestens genauso oft im 9er – beide sind für mich extrem angenehm am Fuß. Selbst nach zig Läufen und hunderten Kilometern, und auch nach immer weiteren Tests, die ich anstelle, greife ich sowohl zum Clifton 8 und Clifton 9. Das sagt für mich bereits viel aus. Die Stärken einmal auf den Punkt gebracht: In erster Linie mag ich den 9er für seine unglaublich gute, weiche Dämpfung. Das Körpergewicht wird sehr gut abgefangen und wie immer bietet die breitere Sohle die natürliche Art von Stabilisation. Deine Füße werden quasi automatisch relativ gerade und aufrecht gehalten, wenn sie abrollen. Die Überpronation, also das nach-innen-knicken wird gut vermieden. Weiterer Pluspunkt. Am liebsten laufe ich im 9er Langstrecken, alles jenseits der 10-Kilometer-Marke. Dort hilft die weiche Dämpfung am besten, der Schuh fühlt sich einfach angenehm an, wenn Du ihn über lange Distanzen nutzt.

Den 8er nutze ich ebenfalls gerne für längere Strecken, jedoch ist das Laufgefühl in diesem Schuh wirklich um einiges direkter. Das spürt man deutlich. Das ganze ist nicht so weich, dafür aber dennoch sehr angenehm. Beschleunigen fällt mir ebenfalls leichter im 8er, eben weil er direkter wirkt.

Neuheiten beim Clifton 9

In erster Linie wurde der Schuh noch leichter gemacht. Desweiteren hat er eine dickere Schicht an Dämpfung erhalten, wodurch er um einiges weicher wurde. Die größte Veränderung gab es rund um die Ferse. Hinten wurde eine große Lasche bzw. eine Art Polsterung angebracht, die die Achillessehne entlasten soll. Insgesamt sitzt der Schuh felsenfest am Fuß. Hat mir gut gefallen!

Die Sprengung beträgt nur 5 mm, was deutlich unterdurchschnittlich ist. Dieser geringe Höhenunterschied zwischen Vorfuß und Ferse ist aber damit erklärt, dass die Hoka-Modelle generell bereits einen sehr hohen Stand bieten. Du hast hier quasi Dämpfung unter dem gesamten Fuß verlaufend und der Fuß hat keine allzu starke Kippfunktion wie in anderen Laufschuhen.

Die Sprengung von 5 mm ist keine Neuheit für Hoka One One oder den Clifton 9, dennoch erwähnenswert, eben weil die Schuhe sich hier stark von der Konkurrenz unterscheiden.

Mein Fazit zum Test

Ist der Schuh zu empfehlen? Definitiv. Insbesondere für alle, die gerne mehr weiche Dämpfung haben möchten. Der Clifton 9 entlastet wieder einmal ordentlich und hält bei mir zudem bereits seit zig Läufen weiterhin seine Qualität. Die Langlebigkeit scheint gegeben zu sein. Weiterer schöner Pluspunkt! Ich nutze das Modell primär auf Asphalt und durch Parks wie Wälder. Griffigkeit ist sehr gut. Auf dem Laufband kann es sein, dass der Schuh fast schon zu weich sein könnte. Er wird funktionieren, keine Frage, doch für mich als Tester ist der 8er da wahrscheinlich die deutlich bessere Option, eben weil er direkter ist. Da hast Du auf dem sowieso schon weichen Laufband dann den besseren Push bzw. Antrieb. Ein eigener Test wird Gewissheit bringen 😉

Zu guter Letzt freue ich mich, wenn Du dir den Clifton 9 über meinen Link bestellst und mir somit eine kleine Provision bescherst. All die Einnahmen gehen in neue Tests, sodass Du damit direkt dem Portal hilfst. Ich freue mich und bin dankbar 😉 Ich hoffe die Testerfahrung hat geholfen!